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Hey there! We are Enfold and we make really beautiful and amazing stuff.
This can be used to describe what you do, how you do it, & who you do it for.

Arches Nationalpark
Um 06:45 Uhr krabbele ich aus dem Zelt (ich habe Urlaub und die Sonne geht erst in 20 Minuten auf). Das Thermometer des SUV zeigt 14° Celsius an. Durch den Wind fühlt es sich aber kälter an. Nach der Morgenwäsche muss der Windstopper herhalten. Nach dem Frühstück mache ich mich startbereit und fülle den Rucksack mit Wasserflaschen. Die Empfehlung des Nationalparkes: 1 Gallone Wasser am Tag!
Gegen 08:15 Uhr starte ich und besuche zunächst die Skyline Arch.
Gegen 08:30 Uhr treffe ich am Devils Garden Trailhead ein. Mittlerweile ist mir so warm, dass der Fleece im Rucksack verschwinden kann. Kurze Zeit später treffe ich an der Landscape Arch ein.
Der Weg (bzw. Trail) wird langsam schweriger. Immer weniger Touristen folgen mir. Ich gehe an der Partition Arch und der Navajo Arch zur Double O Arch und mache dort eine kleine Pause. Zwischendurch bewundere ich die aussergewöhlichen Formen des Sandsteines.
Hinter der Double O Arch setzt sich der „Primitive Trail“ fort. Diverse Schilder waren vor dem Weg. Ich wage mich jedoch in das Labyrinth zwischen die Felsen. Der Weg ist durch sogenannte „Cairns“ oder auf deutsch „Steinmännchen“ gut gekennzeichnet. In der Broschüre des Nationalparks steht eine Warnung: „Es ist leichter auf einen Sandstein zu klettern als herunter“. Das bewahrheite sich im weiteren Verlauf des Trails. Es sind doch einige schwierige Stellen zu überwinden. Ist zwar anstrengend, macht aber totzdem Spaß.
Gegen 12.45 Uhr bin ich zurück am Zeltplatz. Die Temperatur ist mittlerweile wieder bis auf 30° Celsius gestiegen.
Mein GPS sagt folgendes: Strecke 15,2 Kilometer. Zeit in Bewegung 3:30 Stunden, 419 gemachte Höhenmeter.
Ich mache bis 15:00 Uhr eine kleine Siesta – ich habe doch Urlaub…
Ich setzte den Kraftwagen in Bewegung und fahre klimaanlagenunterstützt zum „Balanced Rock“ und mache dort diverse Fotos. Danach geht es zum „Garden of Eden“. Auch hier mache ich ein paar Bilder.
Ich arbeite mich zur Double Arch vor und – mache Fotos.
Gegen 17:00 Uhr treffe ich an der Wolfe Ranch ein. Der Parkplatz ist voll und Massen strömen über den Trail in Richtung Delicate Arch. Dabei ist, laut GPS, erst um 19:05 Uhr Sonnenuntergang.
Auch ich mache mich auf den Weg. Laut Thermometer sind übrigens 33° Celsius.
Der Anstieg ist, trotz seiner nur 146 Meter Höhenunterschied und 2,4 Kilometer Länge, recht schweisstreibend.
Oben angekommen sichere ich mir einen Platz am Rande des „Kraters“ mit gutem Blick auf die Arch.
Kurz danach streiten sich zwei Fotografen lautstark über einen Platz…
Ich möchte gerne mal wissen, wie viele Fotos in der folgenden Stunde von diesem Steinbogen geschossen wurden…
Nach dem Sonnenuntergang warte ich noch eine Weile bis sich die Massen getrollt haben. Dann mache auch ich mich auf den Abstieg. Das Finden des Weges in der Dunkelheit wird, trotz der Steinmännchen, recht schwierig. In den Felsplatten tun sich doch ganz schöne Spalten auf.
Am Auto angekommen zeigt das Thermometer 34° Celsius an!
Ich fahre zurück zum Zelt und bereite mir ein Dosenchili, natürlich „dynamite hot“, zu.
Das Bier könnte auch, wie gehabt, kälter sein.
Nach dem Essen sitze ich auf der Bank und sehen mir den unglaublichen Sternenhimmel an. Da kein Mond zu sehen ist, zeichnet sich die Milchstraße als helles Band direkt über mir ab. Sternschnuppen kommen in Abständen herunter. Was ich mir gewünscht habe: mein Geheimnis!
Gute Nacht!
Kosten
Torrey – Arches Nationalpark
Der Wecker klingelt wieder überpünktlich, die Dusche ruft. Ich will ja pünktlich um 06:00 Uhr beim Frühstück sein. Es gibt den Kaffee zwar aus dem Styroporbecher, dafür schmeckt der Orangensaft ganz gut. Zwei Waffeleisen sind „standby“, kleine Becker stehen mit Waffelteig vorbereitet daneben. Ich versuche mein Glück und kippe einen halben Becher in das Eisen und schließe es. Das Gerät fängt an zu piepen – solange, bis ein Angesteller angeflitzt kommt. Das Ding muss in einer Art Aufhängung um 180 Grad gedreht werden, dann fängt auf einer Anzeige ein Countdown an. Nach dem Ablauf ist meine Waffel fertig. Schmeckt gar nicht schlecht.
Ich schleppe meine Rolltasche in das Auto und checke an der Rezeption aus.
Um 07:15 Uhr bin ich marschbereit, das Thermometer des Autos zeigt 9° Celsius an. Am Himmel sind wieder verdächtige Wolkenformationen zu erkennen.
An der nebenan gelegenen Tankstelle fülle ich den Kraftstoffvorrat auf und bekomme für 50 $ 12,824 Gallonen (ca. 48,54 Liter) – das geht ja noch…
Ich starte über die 24 in Richtung Osten. Kurz danach sehe ich ein Hinweisschild „Gooseneck Overlook“. Den nehme ich natürlich mit. Am Ende des Stichweges steht ein Auto. Ich schnappe mir den Fotoapparat und klettere zum Aussichtspunkt. Der Wind ist ganz schön kalt. Ich mache ein paar Aufnahmen und fahre weiter.
Ich passiere den Capitol Reef NP und bewundere die Felsformationen. Hinter Hanksville wird die Strecke eintönig. Dann sehe ich meine erste Schlange. Ich suche ja ständig nach einer echten, lebenden und velleicht auch giftigen Schlange. Am besten eine Rattlesnake. Doch das Glück ist mir nicht vergönnt. Auch dies Exemplar scheint keine Rattlesnake zu sein…
Dann kommt endlich die Interstate 70, ich fahre in Richtung Osten auf. Auf der Karte ist der einzige größere Ort bis Moab „Green River“. Ich fahre ab und orientiere mich in Richtung Ortskern. Ziemlich einfach, Green River scheint nur aus einer Hauptstraße mit Motels und Tankstellen zu bestehen. Der Green River entpuppt sich bei der Überfahrt als Brown River. Ich fahre wieder auf die Interstate bis zum Abzweig der 191 in Richtung Süden. Kurze Zeit später erscheint auf meinem GPS ein Geocache direkt neben der Straße. Die Dose ist schnell gefunden, einfach lieblos in einen Busch geworfen. Ich höre ein Flugzeug und beobachte ein paar Skydiver. Bei der Weiterfahrt erspähe ich den Flugplatz von Moab. An diesem Wochenende findet dort ein Skydiver Event statt.
Kurze Zeit später kommt auch schon der Abzweig der 313 in Richtung Canyonlands NP. Vor dem Nationalpark besuche ich aber noch den „Dead Horse Point State Park“. Der Eintrittkostet 10 $ pro Auto. Die Jahrespässe für Nationalparks wird nicht anerkannt. Am Dead Horse Point Overlook baue ich mein Stativ auf und mache viele Fotos vom Colorado River tief unter mir.
Ich habe noch nicht alle Fotos nachbearbeitet, sie werden aber wahrscheinlich so aussehen (dann ohne Wasserzeichen):
Ich kletter ein wenig unterhalb des Aussichtspunktes herum und suche andere Perspektiven und teste mal die Reichweite meines Fernauslösers:
Ich fahre weiter in Richtung Canyonslands NP. Der Ranger grinst mich an als ich an der Einfahrt den Annual Pass und meine Driving Licence rüberreiche. Er weist mich daraufhin, dass am 27. und 28. September „Public Land’s Day“ ist und daher kein Eintritt zu bezahlen ist. Infomaterial bekomme ich trotzdem. Ich fahre weiter „Grand View Point Overlook“ und betrachte, was die Erosion so vollbracht hat. Auf der anderen Seite des Canyons entwickeln sich wieder prächtige „Absagewolken“. Für weitere Informationen fragen sie den Freiballonführer Ohrndorf. Genug geglotzt – es geht weiter zum „Green River Overlook“ (der ja eigentlich „Brown River Overlook“ heissen müsste – siehe oben). Am „Shafer Canyon Overlook“ bewundere ich tief unter mir Mountainbiker und Geländewagenfahrer, die die Serpentinen der Shafer Trail Road befahren. Wollte ich eigentlich auch mal machen, aber nicht mit diesem Auto.
Ich verlassen den Park und fahre an der Zufahrt des Arches NP vorbei nach Moab. Das Städtchen ist sehr überschaubar, ein großer Teil scheint aus Verleihern von geländetauglichen Kraftfahrzeugen aller Art zu bestehen. Es folgen Anbieter von Outdooraktivitäten, Ausrüstern für Outdooraktivitäten, Tankstellen, Motels und Gastronomie.
Ich kaufe mir frische Sachen (kaltes Bier & Obst) im Supermarkt ein, vom Campground wäre es doch etwas zu weit zum Einkaufen zu fahren.
Dann geht es zur Zufahrt des Arches NP. An der Zufahrt: Public Land’s Day! I say: „Yes, i know!“ und bekomme wieder Infomaterial. Im Visitorcenter kaufe ich ein bisschen Touristenklüngel für die Zurückgebliebenen :-).
Dann geht es los: Felsen, Felsen, roter Felsen.
Ich schlage mich bis zum Ende der Straße durch, knapp 29 Kilometer.
Da ist er: der Campground „Devils Garden“. Ich fahre mit 15 MpH die Straße entlang und suche mein reservierten Zeltplatz. Da ist er: Nr. 40 auf der rechten Seite. Idyllisch vor großen Felsen gelegen, mit einer großen Fläche voller roter Sand.
Ich baue mein Zelt auf und genieße ein kaltes Bier.
Dann setze ich mich an den Tisch und gucke. Wolken. Die quellen wieder und lassen Hydrometeore ab. Das Thema hatten wir doch schon. Ich mache ein paar schöne Bilder. Die werden nachgereicht. Dann lege ich mich ab. Im Eindämmern höre ich, wie Regentropfen auf das Zelt prasseln. Ich finde das sehr gemütlich und schlafe ein…
PS: aus den 9° Celsius am Morgen sind natürlich wieder 32° Celsius am Tage geworden :-))
Kosten
Escalante – Torrey
06:00 Uhr
Noch bevor der Wecker sich meldet, verlasse ich das riesige Bett und klettere unter die Dusche. Illegalerweise (bestimmt!?) mache ich mir mit dem Gaskocher Wasser heiß und braue mir einen löslichen Kaffee. Ein Blick in das Internet ergibt, dass für den heutigen Tag wieder „Thunderstorms“ wahrscheinlich sind. Das wäre fatal, ich wollte ein Stück auf der „Hole-in-the-Rock Road“ langfahren, mindestens bis zum „Devils Garden“. Auch diese Straße wird bei Regen (fast) unbefahrbar. Ich krame meine Sachen zusammen und lade sie in den SUV. Um 07:30 Uhr verlasse ich das verlassene Hotel und werfe den Zimmerschlüssel in die Box an der Rezeption. Nochmal würde ich im Circle-D bestimmt nicht absteigen: die Innenseite der Türzarge fehlt und gibt den Blick auf den Bauschaum frei. Das Fenster im Badnebenraum ist mit einem Handtuch zugehängt. Und das für den Preis. Aber das Zimmer war sauber und der Internetzugang lief stabil und schnell und war sogar kostenlos. Ich fahre durch den Ort und suche eine Möglichkeit zum Frühstücken – leider Fehlanzeige… Ich hole mir bei Subway an der Tankstelle einen Sandwich und einen Kaffee im Thermobecher und fahre zur Zufahrt der „Hole-in-the-Rock Road“. Am Informationsschild mache ich es mir in der Morgenkühle bequem und genieße die Landschaft, das Sandwich und den Kaffee.
08:10 Uhr
Ich fahre auf die Gravel Road ein und setze den Tageskilometerzähler auf „0“. Schon nach 30 Minuten zeigt der Zähler 20,0 an und ich erreiche den Abzweig zum Devils Garden. Auf dem „Parkplatz“ stehen schon zwei weitere Autos – Frühaufsteher werden belohnt, alleine schon vom Fotolicht. Ich mache eine Menge Fotos und klettere zwischen den Hoodoos und den Felsformationen herum. Der Blick zurück zeigt nichts Gutes: zahlreiche Überentwicklungen und Virga, die gleiche Situation wie gestern.
09:45 Uhr
Ich mache mich auf den Weg und beobachte argwöhnisch die Wolkenformationen. Das nächste Ziel ist der Trail zum „Calf Creek Fall„. Gegen 10:50 Uhr treffe ich am Parkplatz ein und bezahle die „Fee“ in Höhe von 2 $. Das Geld wird wieder in einen Umschlag gepackt, ein Abschnitt abgerissen. Der Umschlag mit dem Geld kommt in eine Art Tresor, der Abschnitt in das Auto. Informationen warnen vor dem harten Trail und raten dazu, genug Wasser, Sonnenschutz- und Lebensmittel mitzuführen. Die Dauer für den Hin- und Rückweg werden mit 3 bis 4 Stunden angegeben. Ich setze den GPS-Zähler zurück und mache mich auf den Weg. Der Trail führt am Ufer des Calf Creek entlang und weist doch leichte Auf- und Abstiege auf. Nach 60 Minuten (ich bin nicht gejoggt!) erreiche ich den Wasserfall. Gerade zur richtigen Zeit: ein Kletterer seilt sich von der Oberkante des knapp 40 Meter hohen Falls in das Wasserbecken ab. Ich genieße die kühle Luft und den Schatten und fülle meine Körperflüssigkeitsreserven mit einer Pepsi auf. Mineralien werden mit Haribo ersetzt. Nachdem ich einige Fotos gemacht habe, begebe ich mich auf den Rückweg.
Ich spaziere zum Auto zurück und treffe viele schwitzende und schnaufende Wanderer. Eine spricht mich an und will wissen, wie viele Meilen es noch sind. Dank Garmin und Kopfrechenkünsten kann ich ihm die genaue Meilenzahl sagen. Er sieht nicht begeistert aus… Am Auto angekommen, brauche ich erstmal eine kühle Pepsi. Dann geht es weiter auf dem Highway 12 in Richtung Boulder. Der Ort selbst ist entäuschend: eine Ansammlung einzelner Häuser ohne Ortskern. Ich fahre weiter. Die Straße schraubt sich weiter in die Höhe, ein kleines Stück verläuft spektakulär auf einem Grat, links und rechts der Straße geht es doch recht steil herunter. Dafür stimmt die Aussicht. Die Bäume links und rechts der Straße weisen eine schöne Gelbfärbung der Blätter auf, Indiansummer quasi. Die zuvor beobachteten Wolkenformationen haben hier ganze Arbeit geleistet: in der Mitte der Fahrspur liegt eine dicke Schicht an Hagelkörnern, ebenso links und rechts der Straße. Die Temperatur ist auch auf 12° Celsius zurückgegangen.
15:05 Uhr
Ich habe Torrey erreicht und bin ein Stück in Richtung Capitol Reef Nationalpark gefahren. Da es immer dunkler wird, drehe ich und fahre zurück. Nach einer Ortsdurchfahrt kehre ich bei Slackers ein und verzehre einen Garlic Burger mit Curly Fries. Dazu gibt es einen Becker Bohnenkaffee.
16;00 Uhr
Ich checke im Days Inn-Hotel ein und schleppe meine Sachen auf das Zimmer 111. Ich mache mich badefein und schlendere zum beworbenen Hot Tub. Dieser ist jedoch abgedeckt und anscheinend „Out of Order“.
Aus Ärger gehe ich auf’s Zimmer und fülle meine Heimseite bei einem nicht optimal temperierten Budweiser.
Mal sehen, was ich heute Abend noch beschicke.
Ich habe mich aber dazu entschlossen, morgen in der Frühe um 06:00 Uhr beim Frühstück aufzuschlagen und dann Richtung Moab durchzustarten.
19:00 Uhr
Der Hot Tub ist abgedeckt… Ich ziehe meine schöne Badehose an, hole mir an der Rezeption eine Badehandtuch und stürze mich in das angenehm temperierte Becken. Aber da fehlt doch der Blubber? Nach einer Absuche entdecke ich die Steuerungseinrichtung und aktiviere alle Düsen die ich anschalten kann. Ich liege entspannt im Becken und beobachte aus dem Fenster eine gewaltige Gewitterzelle über den Bergen. 15 Minuten reichen. Ich gehe auf Kammer und öffne eine Dose Champagner: Miller High Life – The Champagner of Beer. 24 Ozen oder 0,709 Liter für 1,47 $ an der Tankstelle nebenan. Eiskalt… Prost!
Zion NP – Escalante
06:00 Uhr Ortszeit
Mein Mobiltelefon-Wecker reisst mich aus dem Dämmerschlaf. Es ist wieder, wie gestern Nacht, total stürmisch. Die Windboen treten erst in der Mitte der Nacht auf. Ich finde keine logische meteorologische Erklärung, vielleicht ist es ja abfliessende Kaltluft aus dem Tal. Da erst gegen 07:30 Uhr Sonnenaufgang ist, muss ich meine Stirnlampe benutzen. Nach einer Katzenwäsche im Toilettenhäuschen mache ich Kaffeewasser auf dem Gasbrenner heiss. Aufgrund der Windboen geschützt im Vorzelt. Langsam dämmert es, trotzdem muss ich zum Brotabschneiden die Lampe benutzen.
Nach dem Frühstück baue ich das Zelt ab und verstaue alles im Auto.
Langsam wird es hell und andere Camper krabbeln aus den Zelten.
Ich fahre langsam in Richtung Kanab los.
Nach dem Durchfahren des Zion – Mt. Carmel Tunnels halte ich direkt hinter der Rangerstation an und gehe über den Canyon Overlook Trail zum Aussichtspunkt. So früh am Morgen (07:45 Uhr) treffe ich unterwegs nur einen Ranger, der gerade Mülleimer leert und ein paar Streifenhörnchen. Die Aussicht am Ende des Trails ist sagenhaft. Ich mache ein paar Fotos und gehe zurück zum Auto. Ich fahre weiter auf dem Highway 9 und mache ausgiebig Fotostopps.
09:20 Uhr
Am Viewpoint „Checkerboard Mesa“ sehe ich wieder die vollgepackte Gummikuh mit deutschem Kennzeichen, die ich gestern schon im Park bei „The Grotto“ fotografiert habe. Die zugehörigen Kradfahrer sind schnell identifiziert. Monika & Karl wollen mit der BMW 100 GS die Panamericana abfahren. Schaut mal auf ihrer Internetseite motorrad-panamericana.de vorbei. Nach ein paar Fotos und dem Austausch einiger Reisetips fahren wir weiter.
10:45 Uhr
In Kanab / Utah besuche ich zuerst die Touristeninformation und erkundige mich nach den Straßenbedingungen für die Cottonwood Road. Der freundliche Herr verweist mich an das Escalante Grand Staircase Visitor Center. Ich finde es am Highway 89 in Richtung Page. Der freudliche Mitarbeiter schaut aus dem Fenster auf mein Auto und will wissen, ob es Allradantrieb hat. Als ich verneine, meint er, dass die Bodenfreiheit eigentlich ausreichen müsse. Er zitiert aus dem Wetterbericht eine zwanzigprozentige Regenwahrscheinlichkeit und gibt mir den Tip, bei Regen so schnell wie möglich auf befestigte Straßen zu kommen. Ich fahre mit einem mulmigen Gefühl weiter und beobachte die Wolken. Teilweise sind bereits starke Überentwicklungen und Virga zu beobachten. Sollte das Durchfahren der Cottonwood Road nicht klappen, muss ich fast die ganze Strecke zurückfahren und über den Bryce Canyon nach Escalante fahren. Ein Umweg von ca. 160 Meilen, Dauer ca. 3 1/2 Stunden. Ich fahre am Parkplatz des Trailheads zu den Toadstool Hodoos vorbei, den ich im Mai bereits genutzt hatte. Kurz danach kommt der Abzweig auf die Cottonwood Road. Der Himmel in Fahrtrichtung sieht mittlerweile besser aus.
Ich biege um 11:50 Uhr in die Cottonwood Road ab und folge einem Geländewagen…
Ich setze den Kilometerzähler auf „0“ und folge im Staub meinem Vorausfahrer. Er hält jedoch nach kurzer Strecke an und lässt mich passieren. Nach kurzer Zeit sehe ich ihn nicht mehr. Ich erinnere mich an den Tip, die Klimaanlage auf Umluft zu schalten. So soll ein Teil des Staubes ausserhalb des Autos bleiben. Die Strecke ist nicht ohne: tiefe Auswaschungen folgen.Die Wolken in Fahrtrichtung entwickeln sich und sehen nicht gut aus.Nach 38 Kilometern sehe ich einen Blitz aus der Wolke zucken, ich rechne mit dem Schlimmsten und fahre, was das Gelände und das Auto hergeben. Immerhin liegt noch ein schönes Stücken Strecke vor mir. Ich denke an die Horrormeldungen aus diversen Berichten, abgeschmierte Geländewagen nach plötzlichen Regengüssen…
Ich komme an den Abzweig in Richtung Grosvenor Arch. Der Aussichtspunkt ist nur eine knappe Meile entfernt. Die Wolkensituation sollte es eigentlich hergeben. Ich mach ein paar Fotos und fahre weiter. Die Strecke sieht eigentlich schon viel besser aus. Doch zu früh gefreut:
Ein kleiner Wasserlauf muss durchfahren werden. Ich möchte nicht wissen, wie diese Stelle nach einem Regenguss aussieht.
Kurz danach erreiche ich nach 65,6 Kilometern und einer Zeit von 1:53 Stunden in Bewegung (laut GPS) um 14:10 Uhr wieder feste Straße an der Zufahrt zum Kodachrome Basin State Park. In Cannonville stoße ich auf den Highway 12 in Richtung Escalante. Plötzlich schlagen Hydrometeore ein, die ich mit dem Scheibenwischer bekämpfen muss.
In Henrieville finde ich eine offene Poststation und kann Briefmarken erstehen.
Ohne Probleme erreiche ich Escalante und checke in meinem reservierten Hotel ein: Circle D.
Nach dem Ausladen des Gepäckes klettere ich unter die Dusche und wundere mich über den Staub im Duschwasser ;-))
Ich setze mich an den Rechner und fülle die Homepage.
Da ich den ganzen Tag noch keine richtige Nahrung zu mir genommen habe, mache ich mich auf den Weg zum Escalante Outfitter.
Leider ist hier kein einziger Platz frei, ich soll später nochmal reinschauen. Ich habe aber jetzt HUNGER!
Ich wandere die Hauptstraße herunter und finde leider keine Alternative. Aus lauter Frust kehre ich an einer Tankstelle bei Subway ein und verzehre ein „footlonges“ Sandwich mit „grilled Chickenbreast“ und Jalapenos zu 5 $.
Das Bier gibt es gerade aus dem Kühlschrank!
Gute Nacht!
Kosten
Zion Nationalpark
Früh am Morgen krieche ich um 06:45 Uhr aus dem Zelt und mache mich im Dunkeln auf den Weg zum Waschraum. Das Thermometer zeigt 19° Celsius an. Unterwegs trete ich in einen zugewachsenen Entwässerungsgraben und hole mir einen nassen Fuß. Nach dem ersten Pulverkaffee vom Gaskocher sieht die Welt schon ganz anders aus.
Ich packe meinen Rucksack mit Wasserflaschen und Proviant, als Stärkung nehme ich noch eine Packung Beef Jerky mit. Um 08:30 Uhr mache ich auf den Weg zum Parkeingang und nehme den kostenlosen Shuttle-Bus in Richtung „The Grotto“. Hier beginnt der Trail zum Aussichtspunkt „Angels Landing“ Der Parkführer sagt folgendes über die Wanderung:
Anstrengend. Lange Abhänge und enger Weg. Bei Höhenangst nicht zu empfehlen. Endet auf einem Gipfel hoch über dem Zion Canyon. Die letzte halbe Meile (0,8 Kilometer) folgt einem steilen Grat; am Felsen sind Ketten als eine Art Geländer montiert worden. Strecke: 8,6 Kilometer (hin und zurück), Dauer 4 Stunden, 453 Höhenmeter.
Um 09:20 Uhr mache ich mich auf den Weg. Nach knapp einer Stunde erreichen ich den Scout Overlook. Weiter geht es über einen schmalen Grat, nur dürftig mit einer Kette gesichert. Der Grat ist nur ein paar Fuß breit, links und rechts fällt es fast senkrecht ungefähr 400 Meter tief ab.
Ich mache eine kleine Pause und überdenke meinen Mut. Ich schaue ein paar mutigen Kletterern zu, die sich auf den Weg zum Gipfel machen.
Ich entschließe mich, an dieser Stelle abzubrechen…
Nach dem Abstieg nehme ich den Shuttle-Bus und fahre bis zum Ende des Tals. Hier unternehme ich eine kleine Wanderung und mache ein paar Fotos von den Touristen, die im Fluss watend in der Engstelle – den Narrows – verschwinden.
In der Zion-Lodge finde ich im Andenkenladen – wie zum Hohn – ein T-Shirt mit der Aufschrift: „I climbed Angels Landing“. Natürlich kaufe ich es mir nicht…
Gegen 16:45 Uhr mache ich mich vom Campground zu Fuß auf den Weg Richtung Springdale. Ich wandere an der Straße entlang und schaue in kleine Geschäfte mit Mineralien und Kunstgewerbeartikeln. Nach einem Besuch in einem Outdoorgeschäft kehre ich bei Zion Pizza & Noodle Co. ein. Schon im Frühsommer hatte ich hier eine leckere Pizza zu mir genommen, dazu gab es ein leckeres Bier von Uinta. Ich nehme auf der Veranda Platz und bestelle eine Pizza und ein Humpen Weizenbier.
Nach dem Essen schlendere ich an der Hauptstraße zurück Richtung Parkeingang. Am Flussufer schaue ich mir noch mal einen imposanten Baum an, der einen Geocache beherbergen soll. Im Mai hatte ich keinen Erfolg bei der Suche, heute finde ich die Dose auf Anhieb. Später am Abend sitze ich auf der Bank vor dem Zelt und schaue mir den Himmel an.
Kosten
Las Vegas – Zion Nationalpark
Mein Mobiltelefon-Wecker reisst mich um 06:20 Uhr aus dem Schlaf. Ich mache den Fernseher an und schalte auf die Nachrichtenseite, um Wetterinformationen zu bekommen. Ein starkes Hochdruckgebiet sorgt für die beste Prognose. Gerade als mein Gesicht vollständig (an den relevanten Stellen) mit Rasierschaum bedeckt ist, klingelt ein Telefon. Im Fernseher? Nein, es ist das Zimmertelefon. Gerhard ist am Draht. Wir wollten ja zwischen 7 und 7:30 Uhr telefonieren. Ach ja, St. George in Utah ist ja eine Stunde voraus. Wir verabreden uns für 15:30 Uhr im Best Western Hotel zu St. George / Utah.
Nach dem Packen der Sachen nutze ich den Express-Checkout und werfe meine Zimmerkarte in die Box am Fahrstuhl. Mein Frühstück nehme ich bei „Jack in the Box“ in Hotelnähe ein. Frau Fatima (steht so auf dem Bon) verkauft mir um 07:11 Uhr ein Steak & Egg Burrito mit Hashbrown Sticks und Kaffee für 4,09 $ plus Tax. Endpreis somit 4,41 $. Ich muss sagen: so was fehlt in Deutschland – sehr nahrhaft und lecker!
Ich fahre auf die Interstate 15, aufgrund einer Umleitung ist die Auffahrt gesperrt und ich muss erstmal in die verkehrte Richtung starten. Sehr fatal, wie sich zeigte. Nach dem Wenden an der nächsten Ausfahrt stehe ich im STAU. Langsam geht es aus der Stadt heraus. Ich fahre bis zur Ausfahrt 75 und orientiere mich in Richtung des „Valley Of Fire“. Direkt an der Zufahrtstraße nehme ich zwei unspektakuläre Geocaches mit. Ein Travelbug wandert in meinen SUV. An der Einfahrt packe ich meine 6 $ Eintrittsgeld (im Statepark gilt die Jahreskarte der Nationalparks nicht) in den Briefumschlag und versenke diesen im Tresor. Im Park mache ich ein paar Fotos. Das beste Licht scheint kurz vor Sonnenuntergang zu sein, so viel Zeit habe ich aber nicht.
Ich fahre wieder in Richtung der Interstate 15. In Overton finde ich ein öffentliches Telefon und „telefoniere nach Hause“.
Nach dem Durchfahren des Zipfels von Arizona bin ich auch schon in Utah.
In St. George habe ich bis 15 Uhr noch knapp zwei Stunden Zeit. Ich besuche den großen Outdoorladen an der I 15 und schlendere durch eine Mall. Kurz hinter der Mall fülle ich mein Kraftstoffbunker mit Benzin. 12,707 Gallonen wandern für 47 $ in den Tank. Für das Geld kann man schon mal den dicken Buick Enclave CXL durch Amerika bewegen.
In einem Outletcenter (mittlerweile oft zu finden) finde ich endlich meinen Dockers-Sonnenhut für 12 $.
Um 14:20 Uhr fahre ich auf den Parkplatz des Best Western Hotels. Von Gerhard noch keine Spur.
Ich suche mir einen schattigen Platz und logge mich in das kostenlose WLAN-Netz des Hotels ein.
Knapp 10 Minuten später höre ich den charakteristischen Klang einer Harley. Ich sehe wie Gerhard mit seinem Feuerstuhl aus Milwaukee (so richtig geschrieben?) nebst Anhänger vorbeifährt. Als ich am Krad bin, ist er aber schon in seinem Zimmer verschwunden. Von der Rezeption rufe ich an. Nach einer kurzen Dusche erscheint Gerhard und wir machen uns auf den Weg zu einem Restaurant. In der Nähe finden wir einen Mexikaner. Bei Fajita und kalter Pepsi bekommen wir die Klimaanlage zu spüren und wechseln den Platz. Bei einem reichhaltigen Mal tauschen wir die Erfahrungen der letzten Tage aus.
Gehard gibt mir geheimnisvolle Koordinaten und merkwürdige Hinweise mit auf den Weg. Wir machen uns auf die Suche nach einem Starbucks und fahren herum. Gerhard spricht einen Passanten an und fragt nach dem Kaffee. Wir werden auf den rechten Weg gewiesen und erfahren, dass eine Büchermesse in der Stadt ist. Bei Starbucks lernen wir bei einem Cappuccino einen Amerikaner kennen der der deutschen Sprache mächtig ist. Ich fahre Gerhard zurück zum Hotel und mache mich auf den Weg in Richtung Zion Nationalpark. Nach dem Eintreffen und Einchecken auf dem Campground baue ich mein Zelt auf. In der Dämmerung mache ich mich auf den Weg zu den ominösen Koordinaten. Sie sind ganz in der Nähe der Zufahrtstation. Mit Hilfe der Hinweise finde ich unter einem Tisch einen festgeklebten Umschlag mit einer Nachricht für mich. Ausser ein paar Fotos finde ich noch einen Dollarschein in diesem „Cache“. Ganz in der Nähe des Tisches treffen sich drei äsende Elche und ein fuchsartiges Tier schleicht vorbei.
Nach einem warmen Bier unter einem großartigen Sternenhimmel geht es in den Schlafsack.